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Informationen - Toxizität
 

Blei

Es gibt nicht nur eine Toxizität, sondern viele. Was für Menschen ungiftig ist, muss es für Wasser nicht unbedingt sein und umgekehrt. Hier zeigt sich schnell, dass es keine einfache, einheitliche Lösung geben kann.

Erschwert wird die Situation dadurch, dass Blei für den Entenmagen beispielsweise tatsächlich Gefahren bringt. Eine Ente hat einen Muskelmagen, der die Schrotkugeln zerreibt und damit unter Umständen eine tödliche Dosis an Blei zuführen kann. Daher sollte bei der Jagd auf Wasserwild kein Blei mehr verwendet werden.

Generell ist Blei ein giftiges Schwermetall. Auf unseren Schießstätten handelt es sich aber nicht um das ansonsten anzutreffende Blei in verschiedenen Verbindungen, sondern um elementares Blei in einer (relativ) großen Kugel.

Das Blei, das in Schrotkugeln verwendet wird, besteht zu etwa 95% aus Blei und jeweils zu 2 bis 3% aus den Legierungszusätzen Arsen und Antimon. Schrotpatronen haben eine Ladung zwischen 24 und 28 Gramm.

Das Verhalten von Blei aus Schrotkugeln ist keineswegs so mobil, wie oft dargestellt, d.h. es wird nicht so schnell in den Boden eingetragen, wie vermutet.

Bleialternativen - Warum?
Auf Schießstätten - anders als auf der Wasservogeljagd - gibt es nach unserer Auffassung derzeit großflächig keine Alternative zu Blei.

Zink ist nach Auskunft von befragten Umweltministerien keine Alternative zu Blei, da genauso toxisch für Gewässer und Pflanzen, aber wesentlich mobiler.

Bismuth ist Begleitmetall zu Blei, dessen Weltjahresproduktion gerade für den Bedarf des deutschsprachigen Rums aureicht.

Molybdän steht in der Liste der wassergefährdenden Stoffe und bringt somit auch keine Verbesserung der Situation.

Weicheisen ist, was die Toxizität angeht, tatsächlich ein Material, das sich von den anderen positiv absetzt. Im Gegenzug ist Weicheisen aber so hart, dass die Schrotkugeln von harten Gegenständen wie Billardkugeln zurückprallen und somit andere Gefahren bergen.

Aufgabe des BVS ist es auch, sich um die sonstigen Alternativen zu kümmern und sie auf ihre Machbarkeit zu überprüfen.